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Smarte und schaltbare Steckdosen – dem Stromfresser auf der Spur

Schaltbare Steckdosen: Wieder einmal stehen Erhöhungen bei den Strompreisen ins Haus. Viele Anbieter haben kräftige Steigerungen der Stromtarife angekündigt. Dies sollten Sie zum Anlass nehmen, den eigenen Stromverbrauch zu überdenken. Oft genügen bereits kleine Anpassungen, mit denen Sie den Verbrauch deutlich senken können. Es gilt den Stromfressern in den eigenen vier Wänden den Kampf anzusagen. Dabei muss es nicht gleich der vollständige Austausch von Elektrogeräten sein, um die nächste Stromrechnung erträglich zu gestalten.

Stromfresser – Standby-Modus vs schaltbare Steckdose

Ein versteckter Stromfresser, der wirklich in jedem Haushalt anzutreffen ist, ist der sogenannte Standby-Modus von elektrisch betriebenen Geräten jeglicher Art. Vom modernen Flachbildschirm, über die heimische Spielkonsole bis zu Mediaplayer und Computer, alle Geräte verfügen über einen Standby-Modus. Nicht zu vergessen sind die vielen Haushaltsgeräte. Was viele Anwender immer noch nicht wissen, dieser Standby-Modus verbraucht Strom, auch wenn das betreffende Gerät überhaupt nicht genutzt wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass teilweise bis zu fünf Prozent des Stromverbrauchs pro Jahr eines normalen Haushalts zu Lasten des Standby-Modus (bei den angeschlossenen Geräten) geht.

Der Standby-Modus sorgt in aller Regel dafür, dass das betreffende Gerät (Fernseher, Konsole, Rechner, Monitor, Kaffeemaschine, Wasserkocher usw.) beim Start schneller in den Betrieb geht. Auf Knopfdruck ist der Fernseher oder die Kaffeemaschine im Betrieb. Eine äußerst komfortable Angelegenheit, doch zumindest in der Nacht ist dieser Modus in vielen Haushalten überflüssig und verbraucht einfach nur Strom.

Unser Tipp: Ein modernes TV-Gerätes verbraucht rund 80 bis 120 kWh im Standby-Betrieb im Jahr. Ähnliche Werte weisen auch ein Computer mit Drucker, ein Mediaplayer oder ein DVB-T-Gerät auf. Dies schlägt sich mit rund 20 Euro pro Jahr auf der Stromrechnung nieder.

Stromsparen: Was kann man also tun?

Der einfachste Weg ist natürlich das Ausschalten aller Geräte im Haushalt vor dem Schlafengehen. Dies ist in vielen Fällen sehr zeitaufwendig, da im man in den eigenen vier Wänden oft eine Vielzahl von Geräten in Betrieb hat. Alternativ können Sie auch generell bei allen Geräten auf den Standby-Modus verzichten und das betreffende Elektrogerät stets nur an- oder ausschalten. In vielen Fällen sorgt dies allerdings für längere Wartezeiten.

Schaltbare Steckdosen: Packen Sie das Übel an der Wurzel

Wer dennoch nicht auf den Standby-Modus bei einzelnen Geräten verzichten möchte, sollte zumindest in der Nacht oder zu bestimmten Zeiten, beispielsweise während der Arbeit, auf diesen Stromfresser verzichten. Wer nicht per Hand jedes einzelne Gerät schalten möchte, nutzt einfach schaltbare Steckdosen. Diese existieren in unterschiedlichsten Ausführungen und können gleichzeitig mehrere angeschlossene Geräte vom Netz nehmen.

Steckerleisten mit Schalter

Die einfachste Ausführung sind Steckdosen oder Steckerleisten, die über einen eigenen Schalter verfügen. Diese müssen manuell bei Bedarf geschaltet werden. Diese existieren in den unterschiedlichsten Ausführungen und sind bereits für wenige Euro im Handel erhältlich. Steckerleisten gibt es mit einer unterschiedlichen Anzahl an Steckdosen. Nützlich ist auch ein integrierter Überspannungsschutz oder einzeln schaltbare Steckdosen. Natürlich gibt es auch einzelne Steckdosen mit einem Schalter.

Zeitschaltuhr: Steckdosen mit Zeitschalter

Deutlich komfortabler sind Steckdosen mit einem integrierten Zeitschalter, sogenannte Zeitschaltuhren. So können Sie bereits im Vorfeld bestimmen, wann Sie bei einzelnen Geräten den Standby-Modus beenden. Dazu müssen Sie nur die gewünschte Zeit einstellen und die Steckdose schaltet selbstständig zu dem gewünschten Zeitpunkt die angeschlossenen Geräte vollständig aus. Bei den Zeitschaltuhren unterscheidet man zwischen einer mechanischen und einer digitalen Form. Sie gibt es für den Innen- und Außenbereich.

Manuelle Zeitschaltuhren

Die meisten mechanischen Zeitschaltuhren basieren auf einem sich drehenden Kunststoffkranz, der auf die Uhrzeit abgestimmt dreht. Auf dem Kranz können kleine Steckelemente zum Ein- und Ausschalten der integrierten Steckdose gesteckt werden. Meist lassen sich Zeitabstände von 15 bis 30 Minuten schalten.

Bei einem Zeitabstand von 15 Minuten kommen Sie maximal auf 96 Schaltvorgänge pro Tag. Die meisten manuellen Zeitschaltuhren werden direkt über den Strom betrieben und benötigen keine zusätzliche Stromversorgung. Bei einem Stromausfall bleiben Sie stehen und funktionieren erst wieder, wenn Strom anliegt. Eine automatische Korrektur der eingestellten Uhrzeit ist nicht möglich.

Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf einer manuellen Zeitschaltuhr, dass diese über einen Ein- und Ausschalter verfügt. So kann die Steckdose auch ohne Schaltuhr betrieben werden. Ansonsten müssen Sie die Uhr immer vollständig aus der Steckdose entfernen.

Digitale Zeitschaltuhren

Digitale Zeitschaltuhren benötigen zum Betrieb eine Stromversorgung, die auch für einen gewissen Stromverbrauch sorgt. Dabei unterscheidet man eine Stromversorgung mittels einer handelsüblichen Batterie oder direkt via Strom. Dafür bieten diese schaltbaren Steckdosen die Möglichkeit einer minutengenauen Einstellung und Schaltung. Zudem sind meist unterschiedliche Schaltprogramme (z.B. individuelle Schaltung nach Wochentagen, Stunden oder Minuten, Zufallsschaltung) integriert. Über ein kleines Display können Sie die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Wird die Stromversorgung per Batterie geregelt, weisen diese Zeitschaltuhren auch nach einem Stromausfall immer noch die korrekte Uhrzeit aus. Dadurch kann die Steckdose nach einem Ausfall sofort wieder den Regelbetrieb aufnehmen. Eine integrierte Zufallsschaltung ist auch bestens zum Schutz vor Einbrüchen während einer längeren Abwesenheit geeignet.

Funksteckdosen bzw. Funkschalt-Sets

Ebenfalls sehr komfortabel gestalten sich Steckdosen, die per Funk gesteuert werden. Auch hier lassen sich diverse Geräte per Knopfdruck vollständig ausschalten, ohne dabei jedes einzelne Elektrogerät zu betätigen. Im Handel sind häufig Sets im Angebot, die über mehrere Funksteckdosen und über eine Fernbedienung verfügen. So können Sie sehr komfortabel den Standby-Modus mehrerer Geräte ausschalten. Dies ist besonders interessant für schwer zugängliche Geräte. Auch ein zeitabhängiges Schalten der einzelnen Steckdosen ist nur bei sehr wenigen Sets möglich. Daher sind diese Funkschalt-Sets nur zum Schalten bei Anwesenheit des Nutzers geeignet.

Funkschalt-Sets im Überblick

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Unser Tipp: Diverse Geräte schalten nach dem erneuten Einschalten via schaltbarer Steckdose nicht automatisch in den Standby-Modus zurück. Im Einzelfall müssen Sie das Gerät einmalig per Hand erneut einschalten. Dies ist allerdings von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

Smarte oder intelligente Steckdosen

Die fortschrittlichste Methode zum Bekämpfen des Stromfressers „Standby-Modus“ sind smarte oder intelligente Steckdosen, dieser werden auch als sogenannte Smart Plugs bezeichnet. Diese speziellen Steckdosen werden in der Regel per WLAN in das hauseigene Netzwerk integriert und können anschließend per App via Smartphone oder PC geschaltet werden. Viele smarte Steckdosen lassen sich auch via Internet ansteuern, so dass man auch von unterwegs die jeweiligen Stromquellen schalten kann. Somit stellen smarte Steckdosen eine wichtige Schalteinheit bei einer Hausautomatisierung dar. Fast jedes Gerät im Haushalt kann damit geschaltet werden und die stromfressende Standby-Funktion zumindest zeitweise umgangen werden.

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Zusätzlich bieten viele intelligente Steckdosen oder Smart Plugs noch zusätzliche Funktionalitäten, die beim Einsparen des Verbrauches weiterhelfen. So lässt sich häufig auch der anfallende Stromverbrauch protokollieren. Damit lassen sich die persönlichen Einsparungen beim Energieverbrauch über einen längeren Zeitraum ablesen. Bei einigen Modellen kann der Anwender zusätzlich die vorherrschende Raumtemperatur über einen integrierten Temperaturfühler ablesen. Grundsätzlich ist für den korrekten Betrieb von smarten Steckdosen stets ein eigenes Netzwerk notwendig.

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Leider gibt es noch immer keinen einheitlichen Standard bei den verschiedenen Smart Home Komponenten. Dies gilt natürlich auch für intelligente schaltbare Steckdosen. Somit produzieren zwar diverse Hersteller interessante Produkte, jedoch lassen sich diese untereinander kaum kombinieren.

Sind smarte und schaltbare Steckdosen sinnvoll?

Diese Frage muss mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden. Smarte Steckdosen stellen eine wirkungsvolle Methode dar, die eigenen Stromkosten in den Griff zu bekommen. Speziell die Kosten für den stromfressenden Standby-Modus von unterschiedlichsten Elektrogeräten lassen sich deutlich reduzieren. Zudem stellen Smart Plugs auch eine Steigerung der Benutzerfreundlichkeit von Geräten dar. Besonders hervorzuheben sind eine zentrale Steuerung via App oder Smartphone und eine automatische Steuerung nach vorgegebenen Parametern. Zusätzlich hilft die neue Technik auch Menschen mit einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit.

Bei den Aufwendungen sind die anfallenden Kosten zumindest für eine smarte schaltbare Steckdose noch recht hoch. Die Anschaffungskosten beispielsweise für eine einzelne Smart Plug liegt durchschnittlich bei 40 Euro bis 60 Euro. Anhand der Ersparnis für ein einzelnes Gerät (z.B. ein Standby-Modus Drucker liegt bei knapp 12 Euro im Jahr) rentiert sich die Anschaffung erst nach mehreren Jahren. Oft ist daher die Kombination von smarten Steckdosen mit klassischen Zeitschaltuhren eine gute Alternative, zumal nicht jedes Gerät per App geschaltet werden muss.

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Kommentare

Stromverbrauch Standby – richtig Energiesparen im Haushalt | haushaltstipps24.de 6. Dezember 2016 um 18:23

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Fritz DECT 200 – die intelligente Steckdose von AVM richtig nutzen | haushaltstipps24.de 4. August 2020 um 11:17

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